Unser Menü-Vorschlag für Ostern
Ostern ist mehr als ein Datum im Kalender. Es ist dieses erste, vorsichtige Aufatmen nach den grauen Monaten, wenn das Licht weicher wird, die Luft nach Erde und Neubeginn duftet und die Küche plötzlich wieder grün denkt. Es ist die Zeit, in der sich Tradition und Aufbruch die Hand reichen – am Tisch, zwischen dampfenden Schüsseln und erwartungsvollen Blicken.
Ein Ostermenü darf deshalb erzählen. Von Frische und feiner Bitterkeit im ersten Löffel Bärlauchsuppe, die wie ein kulinarischer Spaziergang durch den Frühlingswald wirkt. Von zartem Spargel, der nur wenige Wochen im Jahr sein kostbares Zeitfenster öffnet. Vom Fisch, klar und elegant, der Leichtigkeit auf den Teller bringt, bevor das Lamm – Sinnbild des Festes – mit Tiefe, Wärme und Rosmarinduft die Hauptrolle übernimmt. Und schließlich vom süßen Finale, in dem Rhabarber und Vanille, Schokolade oder Eierlikör die Brücke schlagen zwischen Kindheitserinnerung und feiner Pâtisserie.
Dieses Menü ist kein bloßes Abfolgen von Gängen. Es ist eine Dramaturgie aus Texturen, Temperaturen und Aromen. Ein Spiel aus cremig und knusprig, aus Säure und Süße, aus zarter Meeresbrise und herzhafter Ofenwärme. Es feiert die Saison, respektiert das Produkt und setzt auf jene stille Raffinesse, die nicht laut sein muss, um zu beeindrucken.

Peter Hummel, Foodredakteur
Denn am Ende geht es an Ostern nicht nur um das, was auf dem Teller liegt. Es geht um das Innehalten. Um das Teilen. Um das Gefühl, dass der Frühling nicht nur draußen beginnt – sondern mitten am Tisch.
- Suppe: Bärlauchschaumsuppe mit Zitronenöl und knusprigen Croûtons
- Vorspeise: Gebratener grüner Spargel auf Burrata mit Tomaten-Vinaigrette und gerösteten Pinienkernen
- Fischgang: Zanderfilet auf Erbsenpüree mit Weißweinschaum und karamellisierten Babykarotten
- Fleischgang: Geschmorte Lammkeule mit Rosmarinjus, Speckbohnen und Kartoffelgratin
- Dessert: Rhabarber-Tarte mit Vanillecreme und Erdbeersorbet
- Kleines Zuckerl: Schoko-Osternester mit Mandelkrokant












